Hinweise zur aktuellen Corona-Situation

Liebe Jugendliche, Junge Erwachsene,
liebe Freundinnen & Freunde des Jugendhauses Elias,
liebe Gäste, liebe Jugendliche und Verantwortliche in der Bildungsarbeit,

Im Jugendhaus Elias sind wir von den Einschränkungen der Corona-Pandemie besonders betroffen. Gerade die Jugendbildungsarbeit und die Schulfahrten sind im Focus unserer Regierungsverantwortlichen, um Ansteckungen zu vermeiden.

In diesen Wochen brauchen wir noch viel Geduld – aber wir vertrauen auch und hoffen, dass dass sich die Lage wieder bessert und wir damit in den nächsten Wochen und Monaten wieder zu mehr „Normalität“ zurückkehren dürfen.

Im Moment darf unser Jugendhaus für „normale“ Gruppenaufenthalte und Jugendarbeit noch nicht belegt werden. Wenn die Gastronomie wieder öffnen darf, können wir auch wieder unsere bewährte, bekannte und gute Vollverpflegung anbieten.

So ist für die meisten Gästegruppen also noch Geduld angesagt: wir versuchen, sobald als möglich den Gästebetrieb unter den jeweils bestehenden Auflagen wieder reibungslos zu ermöglichen! Dazu verfügen wir über ein eigenes, ausgeklügeltes Hygienekonzept, welches einen geschützten Umgang für alle gewährleistet. Und wir tun unser Bestes, damit sich unsere Gäste im Jugendhaus Elias sicher bewegen können. Dabei ist jeder natürlich aufgefordert, sich an die Bestimmungen unserer Regierung zu halten.

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Seit Mitte März 2020 sind die meisten Veranstaltungen, Buchungen, Fahrten, Wochenenden und Zusammenkünfte im Jugendhaus Elias abgesagt  worden. So auch leider auch unser Jubiläum im Juli, das wir so gerne gefeiert hätten. Und weiterhin haben die Schulen ihre Fahrten, Orientierungstage, Schullandheime … bis  Februar 2021 storniert. Die Folge sind natürlich fehlende Gäste und Einnahmen für das Jugendhaus Elias. Aber einige Gästegruppen probieren auch den Spagat zwischen Hygieneauflagen und der uns so gut bekannten begeisternden & lebhaften Jugendarbeit zu überbrücken.

Insgesamt sehen wir uns in dieser Zeit sehr herausgefordert. Wir erfahren nach wie vor die Umstellung unserer Arbeitsweise und unseres Umgangs miteinander. Und wertvolle Erfahrungen von „vielen Monaten Coronazeit“ liegen bereits hinter uns.

Ich wünsche mir vor allem zweierlei: dass wir unsere Erfahrungen reflektieren und – wenn es wieder in den Alltag geht – auch nach der Krise einbringen. Dass wir all die positiven Erkenntnisse, z.B. „was im Leben wirklich wichtig ist, dass wir evtl. nicht so weit reisen müssen oder auch mit weniger auskommen können“, mitnehmen und umzusetzen versuchen.

Könnten wir mit dieser Krisenzeit nicht Antikörper bilden „gegen die Viren“ mancher  Bequemlichkeit, des Verdrängens, der Verschwendung & Gier, z.B. auch gegen den von uns produzierten Müll und auch mancher Gedankenlosigkeit? Wir könnten immer konsequenter versuchen, die natürlichen Grenzen einzuhalten, genügsamer zu sein (weniger Ressourcen zu verbrauchen), die Wiederverwertung in unserem Alltag einzuführen,  z.B. auf das Tierwohl zu achten, oder uns bewusster und nachhaltiger zu ernähren.  Wir sollten dies v.a. gemeinsam mit anderen zusammen tun, dann geht es leichter. Nicht im Wettbewerb um den größtmöglichen Gewinn. Sondern mit dem Ziel, endlich das Wachstum und die Gesundheit des Menschen wichtiger zu nehmen als das Wachstum unserer Habe. Und trotzdem Spass zu haben, ohne dass dies auf Kosten anderer & unserer Erde geht.  Ich glaube, es wäre ein Gewinn, „den Lockdown“ in manchen Lebensbereichen beizubehalten. Aber es wäre auch ein Gewinn, unsere Kontakte & Begegnungen zu vertiefen für ein gemeinsames Miteinander für eine bessere Welt. Das wünsche ich mir sehr für unsere neue „Normalität“.

Lasst uns darauf bauen, dass uns diese Kräfte, wie auch das nötige Vertrauen &  eine gute Zuversicht geschenkt sind – gerade jetzt & umso mehr !

Herzliche Grüße aus dem Jugendhaus Elias,

Wolfgang Wirtensohn